Ein englisches Winermärchen

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Artikel  Brookhousestud

Was für ein Abend, was für prachtvolle Hengste, was für eine wunderbare Kulisse: Brookhouse Stud hat es wieder einmal geschafft seine Top-Vererber vor vollem Haus glanzvoll und fabelhaft in Szene zu setzen.
Mehr als 1.700 Zuschauer hatten sich trotz winterlichen Wetterverhältnissen auf den Weg nach Erbach auf das Gestüt Rollehof gemacht, um live und hautnahe Weltklassensport zu erleben und sich für einige Stunden von einer überwältigenden Vorführung verzaubern zu lassen.
Eine herrlich inszenierte Schau, die in diesem Jahr unter dem Motto „10-jähriges Jubiläum“ stand, bot den Besuchern einen eindrucksvollen Einblick in die Chronik von Brookhouse Stud. Die großartige Darbietung bestand aus Momenten, die geschickt zwischen einer stimmungsvollen Choreographie und einer sachlichen Präsentation wechselten.

Aufs Beste gelang es Emma Hindle und ihrem Team die bei Brookhouse Stud aufgestellten Hengste wie Diamond Hit, Chequille, Ampère oder Fürstenreich den Besuchern vorzustellen. Unterstützt wurden sie dabei von den fachkundigen Kommentaren des Moderators Volker Raulf. Keinerlei Mühen und Anstrengungen wurden eingespart, um dem Publikum einen unvergesslichen Abend zu bereiten und so wurde in diesem Jahr die Schau mit schottischer Dudelsackmusik der Gruppe Odenwald Pieps & Drums eröffnet.

Es gab einige Augenblicke, in denen vielen vor Ehrfurcht der Atem stockte: Andreas Müller, dem immer ideenreiche Attraktionen in den Sinn kommen, hatte sich mit dem Hengst Latouro etwas ganz besonderes einfallen lassen. Der mittlerweile 22 Jahre alte Latouro wurde von Andreas Müller nicht nur einfach vorgeritten und gesprungen – das wäre ja langweilig und vor allem keine „Müllersiche“ Sensation. Während seinem Ritt, der immer im Galopp über zwei Sprünge führte, löste Andreas Müller erst die Steigbügel aus dem Sattel, dann öffnete er den Sattelgurt und nahm schließlich den Sattel selbst von Latouros Rücken herunter auf seine eigene Schulter und das alles bei lauter Musik und buntem Scheinwerferlicht vor großer Zuschauerkulisse stets im Galopp über zwei Hindernisse. Es war herrlich mit ansehen zu dürfen, wie ruhig und gelassen der Hengst blieb und seinem Reiter vollsten vertraute.

Auch die Vorstellung des fünfjährigen Hengst Fifty Cent und Emma Hindle imponierte dem Publikum. Sehr eindrucksvoll stellte die Britin den lackschwarzen Hengst vor und dokumentierte mit einem Mikrophone ausgestattet die Ausbildungsskala eines jungen Dressurpferdes. Mit einer absoluten Leichtigkeit und allgegenwärtige Geschmeidigkeit präsentierte Emma Hindle die hervorragenden Fähigkeiten ihres jungen Rappens. Nur das Beobachten alleine ließ schon erkennen, wie viel Freude es der Reiterin bereiten muss, diesen schönen Hengst Tag für Tag reiten und weiter ausbilden zu dürfen.
„Besonders gut hat mir heute Emma Hindle mit Fifty Cent gefallen. Unheimlich sympathisch hat die Engländerin den jungen Hengst vorgestellt und ihre Arbeit in deutscher Sprache mit süßem englischem Akzent erläutert. Sie hat mich total überzeugt. Ich gebe zu, dass ich heute nochmal mehr ihr Fan geworden bin“, so ein Zuschauer nach der Aufführung.

Da in diesem Jahr die bevorstehende Europameisterschaft im Spring- und Dressursport in London auf dem Gelände von Windsor Castle ausgetragen wird, stand das letzte Bild der Präsentation, welches den glanzvollen Abschluss und zugleich Höhepunkt bildete, ganz in diesem Zeichen. Die Reiterinnen Emma Hindle und Sarah Millis, beide gekleidet im Kostüm der Royal Guard, boten mit den Hengsten Lancet und Fifty Cent umringt von sechs weiteren Royal Guards eine Schaueinlage der Extraklasse. Der typische britische Humor kam in diesem Schlussbild auch nicht zu kurz: Denn der Lacher war dann schließlich die Ankunft einer Kutsche, in der winkend Prince Charles und seine Ehefrau Camilla saßen und sich vom Publikum feiern ließen. Vor allem die aus Westfalen und Niedersachsen stammenden Zuschauer amüsierten sich an diesem Abend sehr über das Finalbild, denn sie ahnten, wer hinter dem kostüminerten Ehepaar steckte.
„Was für eine tolle Show, was für eine super Performance. Ich bin jedes Jahr aufs Neue erstaunt und überrascht, wie Emma Hindle und das Brookhouse Stud Team es schaffen, die Show erneut zu toppen, “ so ein Gast. „Vor allem gefällt mir die familiäre Atmosphäre – das ist einfach einmalig und so schnell nirgendwo zu finden. Schön war es! Ich freue mich schon auf nächstes Jahr.“

Von bester Laune begleitet ließ das Brookhouse Stud Team schließlich zusammen mit seinen Gästen diesen einmaligen Abend erst in die frühen Morgenstunden ausklingen.

Für den entsprechend passenden musikalischen Rahmen sorgte, wie auch schon in den vergangenen Jahren HAPPY HIPPO